Elektroautos – das optimistische Zukunftsversprechen

Eine Million Elektroautos sollen laut der deutschen Bundesregierung 2020 auf den deutschen Straßen unterwegs sein. Laut einer aktuellen Studie ist jedoch eher mit einer Zahl von 750.000 zu rechnen. Doch auch diese Zahl kann nicht garantiert werden. Die noch vor wenigen Jahren so hoch gepriesene Elektromobilität hat viel von seinem ursprünglichen Flair verloren.

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Elektroauto an der Ladestation © Georg Sander / pixelio.de

Das Elektroauto als Mobilitätsmodell der Zukunft

Der Klimawandel und die bevorstehende Rohstoffknappheit gehören zu den größten Problemen der Zukunft. Die große Verbreitung von Pkw mit Verbrennungsmotor ist ein nicht unwesentlicher Bestandteil dieses Problems. Zwar konnte der Kraftstoffverbrauch bei den neueren Fahrzeugen schon deutlich reduziert werden, allerdings wird auch für diese Wagen irgendwann der Kraftstoff knapp werden.

Ähnlich wie beim Atomausstieg soll also auch in der Auto-Industrie auf erneuerbare Energien gesetzt werden. Das Stichwort lautet hier Elektromobilität. Statt einem Verbrennungsmotor sollen die zukünftigen Pkw einen Elektromotor nutzen und die eingesetzte Batterie an entsprechenden Ladestationen aufladen.

Dabei gibt es zum einem die Möglichkeit ein reines Elektroauto zu bauen, welches nur von einem Akku, bzw. einer Batterie angetrieben wird oder aber eine Kombination aus Elektromotor und Verbrennungsmotor, das so genannte Hybridauto. Hybridautos haben den Vorteil, dass sie eine deutlich größere Reichweite haben, da auch Kraftstoff eingesetzt wird. Dadurch sind Hybridautos momentan deutlich alltagstauglicher als Elektroautos. Allerdings ist der Einsatz von Hybridautos nur eine Annäherung an die gewünschte Elektromobilität. Durch den Verbrennungsmotor sind sie immer noch abhängig von der Förderung begrenzter Rohstoffe. Hybridautos können daher nur als eine Art Übergangslösung gesehen werden, bis die Technik der Elektroautos ausgereift genug für den Einsatz als Erstwagen ist.

Die Probleme des Elektroautos

elektromotor-verbrennungsmotor-vergleichDoch die Autohersteller haben so ihre Probleme mit der Umsetzung der geforderten Elektromobilität. Der Technik ist einfach noch nicht weit genug. Die Autos sind zu teuer für den Privatanwender, alleine das Batterie-Pack kostet rund 15.000-20.000 Euro, und durch die geringe Reichweite auch nicht praktikabel. Ein weiteres großes Problem ist die bisher geringe Verbreitung von öffentlichen Ladestationen. Die bisher eingesetzten Elektroautos sind bis auf wenige Ausnahmen Zweitwagen für den Einsatz in der Innenstadt. Da die heutigen Batterien nur für ca. 200 km Leistung bringen, bevor sie wieder aufgeladen werden müssen, eignet sich das Elektroauto nicht für Urlaubsreisen oder um weiter weg wohnende Verwandte zu besuchen.

Die Rückkehr zu alten Auto-Modellen

Während auf den Messen der letzten Jahre die Hybridautos und Elektroautos stolz präsentiert wurden und die Besucher faszinierten, so setzten die Autohersteller in diesem Jahr wieder auf die klassischen PS starken Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Der Hype um das Elektroauto scheint vorerst gestoppt zu sein. Die Autohersteller haben realisiert, dass mit dem aktuellen Stand der Technik keine zufriedenstellenden Elektroautos für den Endverbraucher produziert werden können. Da es auch vom Bund keinerlei Anreize in Form von Subventionen oder neuen Gesetzen gibt, setzen viele Hersteller auf die bewährten Modelle, solange es noch geht.

Mit der Batterie steht und fällt die Elektromobilität

Doch das Thema Elektroauto ist damit nicht zum Scheitern verurteilt. Es wurde nur aufgeschoben. Im Hintergrund wird weiter an neuen Batterie-Technologien gearbeitet. Die Reichweite muss drastisch erhöht werden und der Preis muss sinken. Andere Probleme des Elektroautos ließen sich dann deutlich leichter lösen. Der Zeitpunkt des Durchbruchss steht und fällt daher mit der Entwicklung eines besseren Akkus. Doch solange das nicht der Fall ist, wird der klassische Pkw mit Verbrennungsmotor weiter die Straßen dominieren und das Elektroauto wird einen Nischenplatz als Zweitauto für Kurzstrecken einnehmen.

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